Buchrezensionen sind nicht so mein Ding – wenn ich ein Sachbuch in den Händen habe, dann blättere ich es fürs Erste einmal schnell durch und irgendwo bleibe ich dann hängen oder auch nicht. Manche Bücher fesseln einen halt, bei anderen geht man ein wenig tiefer und selten ein Buch wird vom Anfang and durchgelesen.

Als ich vom GeraNova Bruckmann Verlagshaus GmbH ein Exemplar mit der Bitte um Rezension zugesandt bekam, freute ich mich Einerseits, aber darüber eine Rezension zu schreiben war für mich schon eine Herausforderung.
Warum ich mich doch dazu entschlossen habe war der Umstand, dass ich mit Dr. med. Björn Hollensteiner eines der fesselndsten Hobbys teile – Das Brotbacken. Als ich mich begann intensiv mit dem Brotbacken als Hobby zu beschäftigen, war es Björn mit seinem Blog „der Brotdoc“ der mich inspirierte und mir am besten weitergeholfen hat. Seither haben wir uns stetig weiterentwickelt, was Björn und vor allem auch mich betrifft. Durch diese jahrelange Verbundenheit mit Björn und seinem Blog ist es mir eigentlich schwergefallen eine objektive Rezension zu schreiben – aber ich habe mich redlich bemüht, naja so gut ich es halt kann.

Titel: Der Brotdoc (gesundes Brot aus meinem Ofen) von Dr. med. Björn Hollensteiner
Fotographie: Julia Hildebrand und Ingolf Hatz
Backen mit naturbelassenen Sauerteig, Hefeteig und Co.

erschienen 2020 im Christian Verlag
Infanteriestrasse 11 a 80979 München
ISBN 978-3-95961-393-4

Warum schon wieder ein Brotbackbuch? Es gibt davon ja schon genug. Dieses Buch richtet sich nicht nur an sogenannte Anfänger oder die etwas tiefer in die Materie des Brotbackens eindringen wollen, auch Fortgeschrittene werden eine Freude haben dieses Buch zu besitzen. Vor allem der gesundheitliche Aspekt des Brotbackens ist interessant, da Björn ja ein praktizierender Hausarzt ist und deshalb sehr glaubwürdig den medizinischen Standpunkt vertreten kann.
Die Texte zu den einzelnen Rezepten sind einfach, übersichtlich und der mit den erforderlichen Anweisungen ausgestattet um sie erfolgreich nachzumachen oder den Sinn zu erfassen. Das macht es den Anfänger leicht nicht gleich beim Lesen zu Freude zu verlieren. Ansprechende Fotos machen Lust auf Backen. Die Fotos sind professionell gemacht und beschränken sich auf das Wesentliche.
Küchenausstattung, Arbeitsschritte, Grundbegriffe, Tabellen, günstige Alternativen erleichtern dem Einsteiger nicht gleich die „Flinte ins Korn“ zu werfen.
Die verschiedenen gängigen Mehltypen und ihre Verwendung werden beschreiben und auch eine Tabelle mit Mehltypenvergleich der einzelnen Länder.
Die einzelnen Arbeitsschritte sind durch Fotos dokumentiert.
Nach kurzen allgemeinen Hinweisen zu den Rezepten kommen Anfängerbrote, Brötchen, süsse Sachen und auch schon Backwaren die schon Fortgeschrittene zum Verweifeln bringen können an die Reihe. Dabei denke ich an richtige Baguettes nicht an Stangenweissbrote die irrtümlich oft als Baguettes angepriesen werden.
Was ich als Österreicher sehr vermisst habe und auch bei unseren deutschen Nachbarn sehr beliebt ist, ist das österr. Kleingebäck allen voran die Kaisersemmel oder Salzstangerln u.s.w. Aber das ist schon jammern auf hohem Niveau.
Das einzige was mir nicht so gut gefallen hat, war die versteckte Werbung. Immer wieder werden gezielt einige Firmen gekonnt ins Bild gesetzt. Ist aber auf der anderen Seite auch verständlich, denn ohne die Werbung würde es wahrscheinlich nicht möglich sein ein Buch herauszugeben.


Fazit: Ein Buch das für Hobbybäcker (Anfänger und Fortgeschrittene ) interessant ist. Strukturiert geschrieben mit vielen Informationen ohne einen mit Fachbegriffen zu erschlagen.
Kaufempfehlung: Auf alle Fälle









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