Die Langer Mühle Atzenbrugg ist immer für eine Überraschung gut. Ein Mehlcuvee der es in sich hat. Grundlage dieses Mehlcuvees ist ein Premiummehl und ein Hartweizenmehl aus österr. Anbau. Als ich diese Mischung vor einiger Zeit zum Testen zur Verfügung hatte, war ich sofort begeistert, obwohl ich normalerweise kein Freund von Backmischungen bin. Aber dieser Cuvee ist keine Backmischung, sondern eine sorgfältige Auswahl von verschiedenen Mehlen. Abgerundet wird es durch eine Malzmischung der STAMAG, die 1884 in Wien von Jakob Hauser und Moritz Sobotka gegründet wurde. Diese Malzmischung ist nicht irgendeine, sie ist eine ganz besondere Zusammenstellung von verschiedenen Malzen, die unter der Bezeichnung „Craft Malz“ vertrieben wird. Die gekonnte Zusammenstellung der verschiedenen Malzsorten garantiert einen E-Nummern-freien Genuss. Diese neue Mehlmischung der Langer Mühle in Atzenbrugg ermöglicht es, hervorragende lockere Brote mit einem unvergesslichen Geschmackserlebnis zu backen und das bei langer Genuss- und Verzehrfrische. Die Krume ist wunderbar von unregelmäßigen großen und kleinen Poren durchzogen, hat eine hauchdünne krachende Kruste und der Duft des frischen Brotes ist unbeschreiblich. Ich hoffe ich habe euch jetzt Lust auf Brot gemacht. Zu bestellen ist dieses Mehl unter der Bezeichnung: Weizenmehl mit Craft Malz. Oder ihr macht einen Ausflug nach Atzenbrugg und besucht den Mühlenladen mit anschließender Mühlenbesichtigung – es zahlt sich aus. Gelegentlich bin ich auch dort anzutreffen und backe was das Zeug hält.


Rezept für ein Mühlenbrot von ca  864 g:
Vorteig:
250 g Mehlmischung mit Craft Malz
170 g Wasser
3 g frische Hefe

Für den Vorteig alle Zutaten miteinander verkneten und bei ca. 18°C über Nacht oder mindestens 12 Stunden reifen lassen.

Hauptteig:
423 g Vorteig
250 g Mehlmischung mit Craft Malz
180 g Wasser
10 g Salz
1 g frische Hefe

Für den Hauptteig den Vorteig , Mehl, 140 g Wasser, Salz und Hefe verkneten, nach und nach das restliche Wasser zugeben. Insgesamt etwa 20 Minuten kneten. An einem kühlen Ort drei Stunden ruhen lassen, nach eineinhalb Stunden den Teig strecken und falten.

Den Teig zu einem runden Laib formen und ca. eine Stunde gehen lassen. Den Laib einschneiden und bei 250°C mit Schwaden ca. 10 Minuten backen, anschließend Schwaden ablassen, die Temperatur auf 200°C senken und kräftig  ausbacken. Die gesamte Backzeit sollte ca. 45 Minuten betragen. 

Dieses Brot kann leider nur mit dieser phänomenalen Mischung gebacken werden, bitte versteht, dass die genaue Zusammensetzung ein Betriebsgeheimnis ist und nicht verraten wird.
In den nächsten Wochen werde ich mich bemühen noch weitere Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man diese Mischung sinnvoll einsetzen kann, ihr könnt gespannt sein, was da noch auf uns zukommt.

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