Dieses Brot erinnert mich an die Pflasterung des Landhaushofes in der Klagenfurter Innenstadt.  Nicht dass mein Brot so hart wie ein Pflasterstein geworden ist – nein – wenn man mehrere von diesen Broten nebeneinander aufstellt – ähnelt es einem „Pflaster“. Es ist im Grunde genommen ein einfaches Mischbrot, das liebste Brot der Österreicher. Ich backe es dieses Mal in Holzbackrahmen. 

Rezept:

Roggensauerteig:

100 g Roggenmehl R960
10 g Anstellgut
100 g Wasser
Zutaten gut vermischen und bei ca. 28 Grad 15 Stunden gehen lassen.

Weizensauerteig:

100 g Weizenmehl W1600
10 g Anstellgut
100 g Wasser
Zutaten gut vermischen und bei ca. 28 Grad 15 Stunden gehen lassen.

Hauptteig:

210 g Roggensauerteig
210 g Weizensauerteig
300 g Roggenvollkornmehl
300 g Weizenmehl W 1600
350 g Wasser
7 g Brotgewürz
12 g Schmalz oder Butter
17 g Salz

Wer keinen aktiven Sauerteig hat, sollte ca. 5 g frische Hefe als Unterstützung dazugeben.

Alle Zutaten  ca. 6 Minuten auf kleinster Stufe kneten, danach noch ca. 10 Minuten schneller. Eine Zeitangabe ist schwierig weil jeder mit einer andere Maschine knetet. Bei  Bedarf noch etwas Wasser nachschütten. Nachdem der Teig die gewünschte Konsistenz hat, geben wir ihm ca. 60 Minuten Zeit zum Reifen im Kessel. Danach teilen wir den Teig in zwei Teile und geben jeden Teigling in einen Backrahmen den wir vorher mit Öl eingestrichen haben. Gärtemperatur ca. 30° C. Die Reifezeit richtet sich nach der Stärke des Sauerteiges, bei mir hat es ca. eine Stunde gedauert bis der Teig  seine 3/4 Gare hatte. 
Nicht vergessen den Backofen rechtzeitig aufzuheizen. 
Gebacken wird mit 260° fallend auf 200° mit Schwaden, für ca. 50 Minuten. Das Mischbrot sollte recht dunkel ausgebacken werden. Den Schwaden durch öffnen der Ofentür nach ca. 15 Minuten ablassen.  Bitte nicht vergessen, das Brot auskühlen lassen, sonst kann man es schwer schneiden.

Am besten überbrückt man die Wartezeit durch einen Besuch am Benediktiner Wochenmarkt. Der findet jeweils am Donnerstag und Samstag Vormittag statt. Dort decken wir uns dann mit einer zum Brot passenden Jause ein. Zuhause angekommen steht einer zünftigen Kärntner Jause nichts mehr im Wege. Mahlzeit!

 

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